Die neurowissenschaftliche Basis des ZRM ®

Im Training nach dem Zürcher Ressourcen Modell, ZRM ®, beziehen wir uns auf die heute bekanntesten Vertreter der Neurowissenschaften: A. Damasio, G. Roth und G. Hüther. Das ZRM ® ist ein Trainings- und Coachingtool, das bereits in den 90-er Jahren an der Uni Zürich von Dr. Maja Storch und Dr. Frank Krause entwickelt wurde. Es wird seither fortlaufend evaluiert und um die neuesten Ergebnisse aus der Gehirnforschung erweitert.

Im ZRM ®-Training arbeiten wir mit 3 wichtigen Erkenntnissen aus den Neuro-wissenschaften: Den „Somatischen Markern“, den „Entscheidungsprozessen“ im Gehirn und der Entstehung „Neuronaler Netze“.

Einfach ausgedrückt handelt es sich bei den somatischen Markern um das Körper-gedächtnis. Alle intellektuellen und emotionalen Erfahrungen hinterlassen Spuren in unserem Körper. Dadurch können wir z.B. an einem glückseligen Lächeln erkennen, dass ein Gedanke positiv belegt ist. Und wir haben umgekehrt die Möglichkeit, über den Körper Zugang zu unseren Gefühlen und zu unserem Verstand zu finden.

Eng verbunden mit diesem Zugang zum Gehirn ist die Erkenntnis über unsere Entscheidungsprozesse. Unser Großhirn arbeitet mit Logik und kann komplexe Zusammenhänge verarbeiten, ist aber relativ langsam. Hier werden die Vor- und Nachteile von Alternativen gegeneinander abgewogen. Darunter gibt es unser Stammhirn, das digital funktioniert und sehr schnell arbeitet. Wenn wir auf diese Impulse hören, die von dort kommen, wissen wir sofort, ob etwas gut oder schlecht ist. Aus diesen beiden Hirnteilen, die nicht direkt miteinander verbunden sind, erklärt sich die häufige Diskrepanz zwischen intellektueller Einsicht und tatsächlichem Verhalten, also unsere Vernunft-entscheidungen mit denen wir unglücklich sind oder auch die „guten Vorsätze“, aus denen nie etwas wird.

Im Training versuchen wir, diese beiden Teile des Gehirns in Einklang zu bringen, wenn es darum geht zu klären, was uns wirklich wichtig ist und unsere Ziele das wider-spiegeln, was wir wirklich wollen. Und ein somatischer Marker, den wir auch beobachten können, zeigt uns, ob es uns tatsächlich zu einem formulierten Ziel hinzieht, ob wir in unserer Haltung entspannen und/oder ein Lächeln sichtbar wird.

Eine dritte wichtige Erkenntnis, mit der wir arbeiten, ist die „Neuronale Plastizität“. Allgemein verständlich ausgedrückt heißt das: Wir können unser Gehirn trainieren, ähnlich wie einen Muskel. Für alle Handlungen des täglichen Lebens haben wir Routinen angelegt, die es uns ermöglichen schnell, sicher und ohne großes Nachdenken aktiv zu sein. Wenn wir sprechen, denken wir nicht darüber nach, wie wir Laute und Worte bilden und zusammenfügen, weil wir dafür in unserem Gehirn ein neuronales Netz gebildet haben. Manche dieser Netze sind stärker und andere schwächer ausgebildet, je nach Intensität der Nutzung. Diese Erkenntnis ist für das Lernen besonders wichtig, weil wir heute wissen: Es ist möglich neue Netze anzulegen und zu trainieren und es ist auch möglich, etwas zu verlernen – einfach dadurch, dass wir ein neuronales Netz nicht mehr nutzen, nicht mehr „bedienen“.

Das Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ ist daher nach den neuesten neurobiologischen Forschungen schlichtweg falsch!

Was für ein Glück!

 

 
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